· Betzdorf ·

Tunnelübung 20.09.2015

Foto: Eva-Maria Stettner, Rhein Zeitung

Rund 140 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des THW und des Roten Kreuzes waren am Wochenende in Betzdorf im Einsatz. Sie stellten sich einem fiktiven Unfallszenario im Barbaratunnel, der für die Großübung voll gesperrt worden war. Was wollte man mit dem Manöver bezwecken?

von: 

Betzdorf. Das wollten sich auch zahlreiche Interessierte nicht entgehen lassen. Eine größere Zuschauergruppe hatte sich vor der Polizeiinspektion und dem Amtsgericht Betzdorf eingefunden, um die Großübung der Rettungsdienste im Barbaratunnel zu verfolgen. Aber vom eigentlichen Hauptgeschehen des Unfallszenarios im Tunnel konnten sie natürlich nur ansatzweise etwas mitbekommen. Erst später, als die „Verletzten“, also die rund 30 Laiendarsteller, auf Tragen raus gebracht wurden und von den Kräften des Roten Kreuz vor dem Amtsgericht versorgt wurden, konnten die Zuschauer auch das direkte Geschehen hautnah miterleben.


vollständiger Artikel, siehe AK Kurier vom 20.09.2015


Im Einsatz waren rund 140 Einsatzkräfte, Feuerwehrmänner, Helfer des THW und Kräfte des Roten Kreuzes.

Übungsszenario (nach Josef Kipping) war die Kollision eines Geisterfahrer-Auto am Tunnelende vor der Polizei mit einen weiteren Pkw, der ein Lkw streift, der wiederum mit einem vollen Schulbus kollidiert. Viele Schüler sind verletzt, der Busfahrer (gemimt von Jugendpfleger Ingo Molly) eingeklemmt, ebenso ein Fahrradfahrer unter dem LKW. Auch die vier Insassen des Autos, das zwischen Bus und LKW eingekeilt ist, sind im Fahrzeug eingeschlossen. 

Die Erstalarmierung erfolgt um 15 Uhr an die Löschzüge Betzdorf und Wallmenroth. Eine Ersterkundung lässt die Einsatzkräfte Gefahrenhinweis am Heck des LKW entdecken, die auf Gefahrgut verweisen. Die Gefahrenstoffzugeinheiten werden nachalarmiert. In Chemieschutzanzügen kann in der Fahrerkabine des LKW, Frachtpapiere in denen das Gefahrgut dokumentiert ist, eingesehen werden. Von dem geladene Gefahrgut, Bohröl, ein Kühlmittel geht keine direkte Gefahr aus.  

Um 16:10 Uhr sind alle „Verletzten“ aus dem Tunnel geborgen und werden vom Roten Kreuz Erstversorgt. 

Abschließend weißt Kreisfeuerwehrinspekteur Dietmar Urrigshardt  auf das eigentliche Übungsziel hin, nämlich das Zusammenspiel der einzelnen Rettungsdienste zu erproben und das hätte ganz gut funktioniert. Auch Jürgen Schönberger vom Landesbetrieb Mobilität lobte die heimischen Hilfsorganisationen: Sie hätten sehr professionell agiert. 

 

Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende Spenden