Von Klaus Köhnen
Gebhardshain/Steinebach. Am Samstag, 22. Juni, fand in der Nähe der Westerwald-Schule Gebhardshain eine groß angelegte Übung für die Feuerwehren und den Rettungsdienst statt. Die Ausgangslage der Übung, die die Praxisanleiter der drei Lehrrettungswachen des DRK-Kreisverbandes ausgearbeitet hatten, war ein Verkehrsunfall zwischen einem Triebwagen der Daadetalbahn und einem PKW. Übungsbeobachter kamen aus den umliegenden Feuerwehren und den Ortsverbänden des DRK.
vollständiger Artikel, siehe ak-kurier, vom 24.06.2019
Nach Mike Matuschewski, Leiter Rettungsdienst im Kreisverband, solle vor allem die Zusammenarbeit zwischen dem Regelrettungsdienst, dem Hauptamt, mit den ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes geübt werden. So nehmen auch die Auszubildenden zum Notfallsanitäter teil.
Übungsszenario stellt der Zusammenstoß eines PKW, besetzt mit mehreren Personen, mit einem Triebwagen der Daadetalbahn, in dem sich eine zunächst unbekannte Zahl von Reisenden befand, dar. Im PKW waren vier Personen eingeschlossen. Der Fahrer des PKW, bei der Übung ein „Dummy“, war noch an der Einsatzstelle verstorben. Aus dem Triebwagen waren elf „Verletzte“ zu retten.
Der Notfallsanitäter des ersten Rettungswagens übernahm die Funktion eines organisatorischen Leiters (OrgL) bis zum Eintreffen des planmäßigen OrgL des Kreisverbandes, am „Unfalltag“ Rainer Kohl. Die Feuerwehr Steinebach sowie der Rüstwagen aus Kausen und ein Fahrzeug der Feuerwehr Betzdorf bereiteten die technische Rettung der Verletzten vor. Die leitende Notärztin Lisa Roth und der Orgl übernahm die Koordinierung der Versorgung und legte die Reihenfolge des Transportes fest. Bei der Rettung der „Verletzten“ musste die Feuerwehr zunächst die Information über die Sperrung der Bahnstrecke abwarten. Die Bahn entsandte den Notfallmanager Wolf Rosenthal zur Einsatzstelle. Die Feuerwehr „verschaffte“ dem Rettungsdienst Zugänge und unterstützte dann beim Transport zum Behandlungsplatz, der durch den Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San), der zur sogenannten medizinischen Task Force (MTF) gehört und den Einheiten des Katastrophenschutzes vorbereitet wurde.
Im Einsatz waren rund 50 Kräfte der Wehren sowie 30 Kräfte der verschiedenen Katastrophenschutzeinheiten vor Ort. Mike Matuschewski war mit der Bewältigung des Übungsszenario „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) zufrieden.
