
Neben der Breitenausbildung in Erster Hilfe stellte die Einrichtung der Unfallhilfsstellen eine wichtige Maßnahme im damaligen Unfallrettungsdienst dar. Ziel der Unfallhilfsstellen, die an strategischen Verkehrsknotenpunkten, beispielsweise an Kreuzungen, Tankstellen und Raststätten, stationär eingerichtet wurden, war die Erstversorgung, geeignete Lagerung und die Herstellung der Transportfähigkeit, um die Verletzten anschließend einer ärztlichen Behandlung zuzuführen.
Als Mindestausstattung vorgesehen:
1 Sanitätskasten, leicht DIN 13162
1 Deutsche Einheitskrankentrage DIN13024
2-4 Wolldecken
1 Labeflasche mit Becher und Umhängeriemen
Notbeleuchtung: Petroleumlampe, Karbidscheinwerfer oder Brennspirituslampe
2 Wachsfackeln 1 ½ Stunden Brenndauer
1 Urinette
1 Steckbecken mit Deckel
1 Waschgelegenheit
1 Sanitätstasche, gefüllt DIN 13024
1 Wasserkanister
1 Emailleschild „Unfallhilfsstelle″
Eine weitere Maßnahme bestand in der Einrichtung von Unfallmeldestellen, die über eine stets erreichbare Telefonverbindung das Anfordern von Helfern, Ärzten und Transportmitteln ermöglichten.
1 Handbuch für den Krankentransport, Franz Steingruber, 1957, S. 42 f.
Die Arbeit an diesem Projekt, insbesondere das Durchforsten unserer eigener Vergangenheit anhand verschiedenster Zeitzeugnisse und Quellen, haben wir als äußerst spannend und bereichernd empfunden. Diese Sammlung liegt uns sehr am Herzen und soll auch künftig weiter ausgebaut werden.
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